Sprechapraxie

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Sprechapraxie

Als Sprechapraxie bezeichnet man charakteristische Sprechschwierigkeiten nach abgeschlossenem Spracherwerb.
PatientInnen mit einer Sprechapraxie haben große Probleme, Laute korrekt auszusprechen.
Die Sprechapraxie betrifft die zeitliche und örtliche Koordination von Bewegungsabläufen beim Sprechen. Einzelne Laute werden ausgelassen, hinzugefügt oder durch andere ersetzt (z. B. Pera... Tepara... Teta... Teparie - für „Therapie”).
Typisch für eine Sprechapraxie ist, dass ein und dasselbe Wort manchmal richtig und manchmal fehlerhaft gesprochen wird.
PatientInnen mit Sprechapraxie leiden meist an einer sichtbaren Sprechanstrengung. Auch Suchbewegungen (Lippen und Zunge suchen nach dem korrekten Laut) sind typisch für eine Sprechapraxie.
PatientInnen mit einer reinen Sprechapraxie haben zum Unterschied von PatientInnen mit einer Aphasie keine Probleme, Sprache zu verstehen. Auch die Fähigkeiten zu lesen und zu schreiben sind nicht betroffen. Es liegt keine Lähmung oder Schwäche der Sprechmuskulatur vor.
Bei PatientInnen mit einer Schädigung in der linken Gehirnhälfte ist sehr häufig eine Kombination von Aphasie und Sprechapraxie zu beobachten.

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